2002 startete ich das erste Mal an einem Wettkampf auf der Tartanbahn. "De gschnällscht Hiwiler" war der lokale Event für Kinder und Jugendliche. Ich nahm jedes Jahr teil, ab 2003 auch am "De schnällscht Züri Oberländer", ein etwas weiterreichendes Event mit mehr Teilnehmern.
Im Jahr 2006 hatte ich mein erstes Training zusammen mit meinem Vater. Früh schon führte er mich an das Hürdenlaufen heran. Bald schon folgten die ersten Wettkämpfe und Meisterschaften. Die Trainings wurden intensiver und ich trainierte bis vier Mal pro Woche.

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2011 stand ich das erste Mal in einem Final an Schweizermeisterschaften. Über die 60m Hürden in der Halle bei den U16 gewann ich meine erste Goldmedaille.
Ein Jahr später kam der Wechsel zum LC Zürich und zur Trainingsgruppe von Flavio Zberg. Von nun an trainierte ich 4-5 Mal pro Woche und legte den Fokus auf den 200m Sprint und die Langhürdendistanz.
2014, in meiner ersten Saison über 400m Hürden, konnte ich die Limite für die U20-Juniorenweltmeisterschaften im US-amerikanischen Eugene unterbieten und so mein Debüt an einem internationalen Grossanlass geben. Am Ende des Jahres reiste ich erstmals ins südafrikanische Potchefstroom, um dort ein knapp einmonatiges Trainingslager zu absolvieren. Im Januar 2015 reiste ich erneut nach Afrika und im April für einen kurzen Trainingsblock ins türkische Belek.

In der Saison 2015 erwarteten mich die U20-Junioreneuropameisterschaften im schwedischen Eskilstuna bei denen ich den Final erreichte und den fünften Rang belegte. Dieses Resultat verschaffte mir einen endgültigen Platz im Spitzensportfördergefäss der Schweizer Armee und so rückte ich im Oktober in die Spitzensport-RS nach Magglingen ein. Die Armee ermöglichte es mir die Rekrutenschule zu absolvieren und den Sport trotzdem im Fokus behalten und fördern zu können. Die anstehenden Trainingslager in Südafrika und der Türkei konnte ich während meiner Dienstzeit absolvieren und erfolgreich in die Saison starten.

Im Jahr 2016 konnte ich das erste Mal an einem Grossanlass der Elite teilnehmen. Die Europameisterschaften in Amsterdam waren ein unvergessliches und für die Zukunft sehr wichtiges Erlebnis. An den darauffolgenden Schweizermeisterschaften in Genf stürzte ich am letzten Hindernis was eine persönliche Bestzeit verhinderte.
Beim letzten Meeting des Jahres erhielt ich jedoch eine erneute Chance. Die Young Diamonds Challenge im Zürcher Letzigrund fand nur kurz vor dem Hauptprogramm statt. Vor knapp 20`000 Zuschauern lief ich in meinem Heimstadion mit 50.79 s eine neue persönliche Bestzeit und die elftschnellste Zeit des Jahres in der U23 Kategorie.

Die Saison 2017 war ereignisreicher als jede der vorangegangenen. Nach einem guten Saisonstart und dem frühzeitiger Erreichen der Limite für die U23-Europameisterschaften in Bydgoszcz (POL), konnte ich mich von Anbeginn auf diesen Event konzentrieren. In Polen lief ich über 400 m Hürden in neuem U23-Schweizerrekord auf den zweiten Rang und unterbot mit der Zeit von 49.14 s die WM-Limite für London. Nach genauer Überlegung entschloss ich mich weiterhin meine Saisonplanung zu verfolgen und fasste so die Universade in Taipeh (TPE) ins Auge. Die Weltmeisterschaften in London besuchte ich als Zuschauer, nicht als Athlet, und genoss so die Atmosphäre und die weltklasse Stimmung im Stadion. An der Universade in Taipeh gelang mir der Einzug ins Finale. In einer Zeit von 49.92 s konnte ich zum dritten Mal unter der 50-Sekundenmarke bleiben und den 7. Schlussrang belegen.

Noch Genaueres über meine sportlichen Erfolge finden Sie hier.

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