7. Rang und eine 49er Zeit zum Abschluss

Nach einer knappen Woche Akklimatisation an die heisse und feuchte Luft im Taiwanesischen Taipeh, sowie den Zeitunterschied von 6 Stunden standen am 24. August die Vorläufe über 400 m Hürden an. In einer Zeit von 50.78 s konnte ich meine Serie gewinnen und mich so direkt für den Halbfinal am darauffolgenden Tag qualifizieren.

Auf Bahn 3 startend reihte ich mich früh in der Spitze ein und musste nur auf den letzten Metern etwas abreissen lassen. Die direkte Qualifikation für den Final verpasste ich um 5 Hundertstelsekunden. Meine Zeit von 50.06 s war jedoch schnell genug, um über die Zeit in den Final vom 26. August vorstossen zu können.

Für den Final wurde ich auf Bahn 1 eingeteilt. Der enge Kurvenradius und die windigen Bedingungen an diesem Samstagabend stellten mich vor eine schwierige Aufgabe, die ich jedoch top-motiviert anging. Ich startete sehr schnell ins Rennen und konnte mich gut in der Spitze halten. Bis zur siebten Hürde befand ich noch auf Medaillenkurs, musste dann aber den Schrittrhythmus anpassen, was mir nicht wie erhofft gelang und einiges an Tempo und Energie kostete. Nach einem mit 17 Schritten gelaufenen Abschnitt war es mir zwar noch möglich auf dem letzten Abschnitt auf 16 Schritte zu wechseln, dies reichte jedoch nicht mit der starken Konkurrenz mithalten zu können.

Mit dem siebten Schlussrang und einer Zeit von 49.92 s bin ich dennoch sehr zufrieden. Auch beim zweiten internationalen Grossanlass in diesem Jahr konnte ich im Finale mitlaufen und zum dritten Mal eine Zeit unter 50 Sekunden realisieren.

Mein Individualeinsatz ist nun beendet, die Universiade geht jedoch mit meiner Beteiligung weiter. Am Abend des 27. August stehen die Vorläufe der 4x400 m Staffel an.

Nachträgliche Ergänzung:
Der Final der 4x400 m Staffel erwies sich als enorm schwieriges Rennen. Probleme bei den Übergaben und der daraus resultierende Zeitverlust verhinderten eine schnellere Zeit und die Vision einer Medaille. In einer Zeit von 3:09.94 s und mit dem 5. Schlussrang, konnten wir jedoch zufrieden und mit einem Diplom in der Tasche nach Hause reisen.

Foto: Angelo Brack

→ Bericht von Swiss-Athletics